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Welcome to our echo chamber.

Wolkenflügel

[written by Kira Lynn Debris] 

 

 

-1-

Der Dschungel

 

Blue krallte sich am Stamm eines hohen Baumes fest. Ihr hellgelbes Fell fiel trotz der dunklen Rinde nicht auf, der leichte weiße Flaum auf ihrem Fell trübte die Farbe, es war Nacht. Sie kletterte noch ein Stückchen weiter hoch, stellte ihre Ohren auf und lauschte. Mit den Augen die Umgebung absuchend, schickte sie ein paar Klangwellen los. Plötzlich schossen silberglänzende Fäden über das Bild. Sie legten sich um die schemenhaften dunklen Umrisse und schlängelten sich über die Schatten. Alle Bäume und Sträucher die sie sah, hatten plötzlich einen silbrigen Umriss, manch anderer schemenhafter Umriss erschien auf Ästen und Lianen. In der Luft tauchten silbrige Punkte auf, die sich bewegten. Blue schien das nicht weiter zu beachten. Plötzlich hielt sie inne. Sie fixierte einen silbernen Umriss. Sie stieß sich kräftig von der Rinde ab und flog lautlos zwischen den Bäumen her, Augen auf das Ziel gerichtet, Ohren auf die Umgebung fixiert. Mit weiteren Echowellen tastete sie die Umgebung ab. Alles ruhig um sie herum.  Der silbrige Umriss nahm Gestalt an. Blue erkannte schon den Panzer und sogar die Fühler des Käfers. Der Käfer surrte mit den Flügeln und flog um die dicht beieinander stehenden Bäume herum. Blue heftete sich an seine Fersen und ließ ihn nicht aus den Augen. Der dicke Käfer schwankte in der Luft, so unbeholfen wie er flog. Blue schmeckte schon sein saftiges Fleisch... Sie schlug kräftiger mit den Flügeln um den Abstand zwischen sich und dem Käfer zu verringern. Nach ein paar Flügelschlägen war er zum Greifen nah... Sie richtete sich in der Luft auf, schnellte mit den Krallen nach vorn um nach ihm zu greifen, doch der Käfer setzte plötzlich zum Sinkflug an, bevor Blue ihn zu fassen kriegte. Das Insekt ließ sich auf einem Ast nieder. Vorsichtig flog sie an den riesigen Käfer heran. Diesmal würde er ihr nicht entwischen... Plötzlich zuckte sie zurück. Sie  ließ sich fallen und fing sich unter dem Ast wieder auf. Sie rammte ihre Krallen in die dicke Rinde. Ganz still hing sie an dem Ast und bewegte sich nicht. Sie traute sich nicht mal zu atmen. Sie hörte das Knacken von Ästen über ihr. Ihre Echos zeigten ihr verschwommen ein paar riesige, angsteinflößende Flügel. Ein Vogel kam aus der Baumkrone weit über ihr herunter gestützt und schnappte sich den saftigen Käfer mit seinen riesigen Klauen. Aber so schnell wie er gekommen war, war er auch schon wieder weg. Zu Blues Glück.

„Verdammt!“ fluchte Blue.

„Hast Glück gehabt das du den Vogel noch früh genug gehört hast, sonst wärst du sein Abendessen gewesen.“ Genervt rollte Blue die Augen. Neben ihr hing plötzlich ein rothaariges Männchen.

„Das war kein Glück, das war können!“ gab sie scharf zurück. „Was suchst du hier eigentlich  Kane?“

„Irgendjemand muss ja auf dich aufpassen. Immerhin jagst du wieder mal auf eigene Faust.“ antwortete er Blue fies grinsend. „So ein kleines Fledermausmädchen wie du sollte lieber in der Statue bleiben.“

„Na hör mal!“ plusterte sich Blue auf. Doch bevor sie noch ein Wort rauskriegte fiel Kane ihr ins Wort.

„Tut mir Leid, ich muss unbedingt weiter, jagen weißt du, irgendjemand muss ja das Essen für so gefräßige Fledermäuse wie dich besorgen. Bis nachher!“

Schon breitete er seine Flügel aus und war weg und davon. Blue starrte säuerlich in die Gegend. Von wegen kleines Fledermausmädchen! Immerhin war sie 2 einhalb Jahre alt! Und sowieso eine viel bessere Fliegerin als dieser ausgeblasene Idiot! Immer noch wütend schickte sie ein paar Klangbilder los, die vor ihr auftauchten und wieder verschwanden. Es war immer dasselbe. Aber irgendwie hinterließ er jedes Mal ein komisches Gefühl in ihrem Bauch. Ärger? Ärger. Ja so musste sich Ärger anfühlen.

Da entdeckte sie weiter unten eine kleine Gottesanbeterin auf einem Blatt. Blue ließ sich fallen und breitete ihre langen breiten Flügel aus. Obwohl ihre Flügel so groß waren, konnte sie schnell und geschickt manövrieren und doch sehr schnell fliegen. Ohne diese Fähigkeiten könnte sie hier im Dschungel nicht überleben. Die Gottesanbeterin saß still auf einem großen Blatt und wartete anscheinend auf den Sonnenaufgang. Genau der richtige Moment um anzugreifen. Schnell und lautlos glitt Blue von oben herunter, auf die Gottesanbeterin zu. Mit einem kräftigen Flügelschlag fing sie ihren Schwung nach vorne ab.  

Sie stand jetzt kerzengrade in der Luft und packte das Insekt mit ihren Krallen im Nacken und schnellte mit dem Kopf nach vorne. Mit einem gezielten Biss tötete sie das Insekt. Schnell und schmerzlos. Nicht allen Tieren war so ein Tod vergönnt, dachte Blue bitter. Sie spürte wie die Gottesanbeterin langsam steif wurde und der Zug unter ihren Krallen nachließ. Endlich... die ganze Nacht war sie schon unterwegs gewesen. Das jagen im Dschungel war schwer. Man merkte es Nacht für Nacht. Die Insekten waren genauso groß wie ihre Jäger, und mindestens genauso gefährlich. Außerdem konnten sich diese verdammten Viecher so gut tarnen. Wer findet schon eine Stabheuschrecke im Dschungel? Hier wimmelte es immerhin vor Ästen und Zweigen! Zwar waren die leicht zu fangen aber dafür musste man sie erstmal finden. Anders als die großen Insekten. Die mussten sich nicht verstecken. Die konnten sich wehren. Das ist der Dschungel. Eine der obersten Regeln lautet: Jage niemals allein. Aber Blue vergaß gerne mal die Regeln, besonders an so einer Nacht wie heute. Vollmond. Klarer Himmel. Zumindest das was sie davon sah. Sie war immerhin nicht so töricht und flog über den Baumkronen. Aber zwischendurch blitze das Firmament durch das Blätterdach.

Wenn sie daran dachte dass sie mit Kane jagen würde war sie sogar froh darüber allein los geflogen zu sein. Der war doch nur neidisch weil sie viel besser jagen konnte. Mit kräftigen Flügelschlägen erhob sie sich wieder in die Luft, die Gottesanbeterin zwischen den Krallen. Hoch über ihr, die dichten Baumkronen, unter ihr der dicht bewachsene Boden. Obwohl hier im Dschungel so viele Gefahren lauerten, liebte Blue den Dschungel. Sie schaute sich gerne den Sonnenuntergang an. Er erinnerte sie an etwas, was sie wohl nie ganz haben würde, Frieden. Doch dieser Moment, wo der Dschungel aufwacht, ist für sie etwas Besonderes. Wenn der Himmel sich langsam rot färbt und die Sonne hinter dem Horizont erscheint und am Himmel langsam hochklettert...

Sie hatte die letzten Bäume hinter sich gelassen und flog jetzt über die Trümmer einer längst verlassenen Menschenstadt hinweg. Sie steuerte auf einen Felsen zu, hoch über der Stadt. Aus dem Felsen ragte eine riesige Statue aus Metall auf, in Form eines Menschen. Ein Arm war halb abgesprengt, doch man konnte noch erkennen dass es ein männlicher Mensch gewesen war, der flehentlich die Arme ausstreckte. Blue mochte den Mann, er war anders als die anderen Menschen. Nicht so brutal… überall wo sie waren, herrschte Zerstörung. Aber dieser hier... erstarrt... verletzlich. Sein sanfter Gesichtsausdruck ließ in Blue etwas weich werden. Sie glitt auf den Abgesprengten Arm zu. Denn dort befand sich der Eingang zum Zuhause ihrer Kolonie, dem Zuhause der Wolkenflügel.

 

 

 

-2-

Das Leben in der Statue

 

Blue flog vorsichtig auf die Öffnung im Arm zu. Sie wurde von zwei großen älteren Wolkenflügel bewacht, beide mit spitzen Stäben in der Hand. Blue sah es nicht gerne wenn sie diese Stäbe benutzen, doch sie wusste auch dass sie für ihr Überleben wichtig waren. Wer will schon gerne sein Zuhause mit Gottesanbetern oder aggressiven Kleintieren verbringen. Sie gewiss nicht!

Als sie Blue und ihre Beute sahen, zogen sie die Waffen zurück und machen Platz. Blue flog so nah wie möglich an die Öffnung heran, schwebte kurz in der Luft und ließ sich die Gottesanbeterin von den zwei Wachen abnehmen.

„Hola!“ grüßte Blue freundlich. „Irgendwas Ungewöhnliches heute Nacht passiert, Philias?“ wandte sich Blue an die ältere, graue Fledermaus.

„Buenos noches, Seniorita Blue! Nein, bis jetzt nicht. Aber sag mal, du warst doch nicht etwa allein jagen, oder?“ Philias schaute Blue bedenklich an.

„Nein, wo denkst du hin? Ich war mit den anderen jagen, Kane und so, weißt du? Ich hab einen Teil unserer Beute schon mal mitgebracht. Damit die anderen schneller jagen können. Außerdem hatte ich so Hunger!“ log Blue mit ihrer Unschuldsmiene.

Philias beäugte sie zweifelnd. „Aha. Jetzt aber schnell rein mit dir, du bist spät dran.“ sagte er zu Blue wissend. Sie runzelte die Stirn.

„Spät? Ich habe noch massig Zeit bis...“ fing sie an, aber als sie Philias Gesichtsausdruck sah, brach sie ab. Wenn er sie so ansah, rückte er sowieso nicht mit der Sprache raus.

Gerade als sie los fliegen wollte, kamen die anderen Jäger zurück, Kane unter ihnen. Er flog als erstes an die Öffnung im Arm heran, ließ sich die Beute aber nicht abnehmen, sondern beförderte sie geschickt selbst hinein. Er ließ das Insekt noch im Flug vor sich fallen und landete elegant neben Blue. Philias half den anderen die Beute in die Öffnung hinein zu bekommen und begrüßte alle.

„Buenos noches, viel gefangen heute Nacht, was? Kann verstehen das Blue voraus geflogen ist.“ Sagte Philias und lachte. Blue presste die Lippen zusammen. Ob Kane sie wohl verpetzen würde? Vorsichtig warf sie einen Blick zu Kane. Ein fieses Grinsen umspielte seine Lippen. Nach einer kurzen Pause antwortete Kane.

„Ja, es wäre wohl zu viel gewesen. Da hab ich die kleine Blue schon mal vorgeschickt. Ich glaube sie war auch ausgelastet.“ Ja, Blue sah das fiese Grinsen auf seinem Gesicht. Kein Zweifel. Von wegen ausgelastet! Sie hatte nicht mal angefangen! Blue hasste es wenn sie auf Kane angewiesen war.

„Ich muss jetzt weiter, mich ausruhen nach dem langen Jagd-Zug.“ Kane verabschiedete sich noch kurz und machte sich auf den Weg nach oben, den Arm entlang. Als er an Blue vorbei ging rempelte er sie leicht an und flüsterte ihr zu „Ich habe was gut bei dir...“ Ohne zurück zu blicken verschwand er hinter der Abknickung. „Muchas gracias...“ flüsterte sie sarkastisch, dass nur sie es hören konnte.

„Von wegen was gut! Ausgelastet...“ murmelte sie wütend vor sich hin. Auch Blue verabschiedete sich von Philias und dem anderen Wächter. Blue schenkte ihm noch ein kurzes Lächeln bevor sie dem engen Gang nach oben folgte. Oben, dort wo die Schulter der Statue sein musste, öffnete sich eine riesige senkrechte Höhle vor ihr. Mit den Augen konnte sie die Umrisse der Höhle erkennen, sowie einige dunkle Gestalten. Wieder schickte sie ein paar Echos los, ließ die Augen aber geöffnet. Die vorher dunklen Umrisse bekamen nun einen silbrigen Umriss, die Schatten nahmen Gestalt an. Was vorher dunkel war erschien Blue vor ihrem inneren Auge jetzt hell silbrig. Diese Fähigkeit die nur die Wolkenflügel besitzen heißt "doppeltes Sehen". Die Überlebenden aus dem Norden entdeckten bald dass das Echosehen, was sie im Norden hauptsächlich gebraucht hatten, nicht mehr ausreichte. Auch ihr normales Sehen reichte nicht aus um alle Gefahren frühzeitig zu erkennen. Sie verbanden ihr Sehvermögen mit ihrem Klangsehen und konnten so viel mehr Details ihrer Umwelt erfassen. Diese Fähigkeit war für sie lebenswichtig im Dschungel. Überall lauerten Gefahren. Manche nur erkennbar mit den Augen, manche nur mit dem Echosehen. Jedes Jungtier musste das "doppelte Sehen" erlernen, ohne diese Fähigkeit  durfte es nicht raus in den Dschungel.

Blue spitzte die Ohren. Sie versuchte aus den ganzen Geräuschen in der Statue die ihrer Eltern herauszufiltern. Doch sie konnte ihre Stimmen nicht heraushören. Sie in diesem Chaos zu finden war der Horror... Seufzend entschied sie sich für den klassischen Weg: Suchen. Sie beobachtete noch einmal die einzelnen Plateaus, soweit man sie sehen konnte, ließ sich fallen und spannte die Flügel. Sie glitt kreisend in den großen Bauch herunter und suchte die Plateaus ab. Die Plateaus hatten die Wolkenflügel selbst in die Statue reingebaut, damit sie mehr Platz haben. Die leere Statue an sich war ein gutes Versteck, aber der große Hohlraum bat nicht so viel Platz. Also hatten sie Lehm und Holz gesammelt und einzelne Ebenen gebaut. Der einzige Nachteil daran war, dass man jetzt nicht sehr schnell fliegen konnte, denn die Ebenen lagen manchmal sehr nah beieinander. Vorsichtig flog Blue immer weiter nach unten. Auf einer der letzten Plateaus sah sie feuerrotes Fell aufblitzen. Sofort ließ sie sich zur Seite kippen und glitt auf das Plateau zu. Sanft landete sie neben ein paar Jungtieren, die erstaunt zu ihr aufblickten. Vor der kleinen Gruppe Jungtieren stand eine ältere Fledermaus. Ihr Fell war feuerrot, sogar die Haare hatten eine dunkle rote Färbung. Mit großem Enthusiasmus erzählte er den Jungtieren, die bewundernd zu ihm aufschauten, Geschichten. Wieder mal typisch, dachte sich Blue kopfschüttelnd.

„Hey Paps, erzählst du den Kleinen wieder Horrorgeschichten?“ begrüßte Blue lächelnd Farid, ihren Vater.
„Ich? Ich erzähle nur Geschichten aus meiner Jugend!“ berichtete er stolz und einem breiten Grinsen.
„Aus deiner Vergangenheit? Von der Steinzeit also?“ Blue musste kichern.
„Na warte!“ Farid packte seine Tochter im Schwitzkasten- Griff. Die beiden fingen laut an zu lachen und rangelten miteinander. Bis Farid den Griff lockerte und Blue sich vorsichtig.
„Du könntest auch mal etwas netter zu deinem Vater sein!“
„Ach, lass ihn reden Blue! Er sieht es einfach nicht ein das er nicht mehr zu der jungen Generation gehört.“ Blue kannte die Stimme. Ihr Gesicht hellte sich schlagartig auf.  Sie drehte sich um und blickte in das lächelnde Gesicht ihrer Mutter. Ihr hellgelbes Fell und ihr gelbes Haar hat Blue schon immer bewundert. Zwar hat sie das Fell ihrer Mutter, aber sie hat auch genauso rote Haare wie ihr Vater.
„Endlich mal wieder vereint, diese schräge Familie!“ auch ihre Mutter konnte sich das kichern nicht verkneifen.
„Schräg? Ich glaube nur einer ist hier schräg...!“ Blue und Tira, ihre Mutter, schauten beide ihren Vater an. Doch der guckte nur erstaunt und spielte unschuldig.
Die drei standen noch eine ganze Weile dort, redeten und lachten zusammen. Die Jungtiere, die Farid vorher zugehört hatten, wurden von ihren Müttern abgeholt, Essen. Blue hatte gar nicht bemerkt, dass sie schon eine halbe Ewigkeit nichts mehr gegessen hatte. Na gut, eine viertel Ewigkeit. Erst gestern Nacht. Nein- Anfang dieser Nacht. Ihr Magen knurrte und ließ sich ihre Gottesanbeterin schmecken. Diese Viecher hatten leider keinen knackigen Panzer, aber dafür war ihr Fleisch fest und ein echter Sattmacher.

Farid wendete sich nach ihrem Snack an Blue.

„Sag mal, was würdest du dazu sagen wenn du... noch eine Schwester bekommst?“ Er schaute ein wenig verlegen, und auch ihre Mutter wartete erwartungsvoll.
Blue guckt die beiden belustigt an, bis sie merkte das ihre Eltern es ernst meinten! Und wie ernst!

„Seid ihr euch sicher, dass es kein Junge wird?“ Sie schaute die beiden gespielt ernst an. Farid und Tira wechselten einen erstaunten Blick. Sie hätten die Reaktion ihrer Tochter anders abgeschätzt. Plötzlich prustete Blue los.
„Das war nur ein Scherz! Also was in eurem äh... Intim- Leben abläuft ist mit ziemlich…Schnuppe! Ich will es sogar nicht wissen... ehrlich gesagt... was setzt ihr mir für Sachen in den Kopf? Wollt ihr das ich Alpträume kriege? Iiihhhh, schrecklicher Bilder malen sich in meinem Kopf…“ Sie schlug sich die Hand vor den Kopf als wollte sie Blütenstaub aus einer Blume klopfen.

„Unsere Familie kann man doch keinem Jungtier zumuten...“ Blue konnte sich vor Lachen nicht mehr halten.
„Du kleine... was denkst du von uns!“ Aber auch ihr Vater musste grinsen.
„Was sind wir nur für ne seltsame Familie...“ Tira stand kopfschüttelnd vor den beiden. „Bin ich hier die einzige Vernünftige? Ok, hätte ich mir aber auch denken können...“

Blue schaute ihre Mutter an. Es war wirklich kein schlechter Scherz mit dem Geschwisterchen. Ihr war gar nicht aufgefallen, dass ihre Mutter etwas breiter um die Taille geworden war. Die Sache wurde ja immer und immer ernster! 
„Ich würde ja gerne hierbleiben und euch noch weiter ärgern, aber ich muss gleich zu den Wölkchen...“ Und ich möchte nicht erfahren wie ihr mein Geschwisterkind gezeugt habt oder in welchem Fieberwahn, dachte sie ihren Gedanken zu Ende. Sie gab ihrer Mutter noch einen Kuss und machte sich auf.
„Wir wollen dich nicht aufhalten! Adios Liebes!“ sagte ihre Mutter liebevoll.

Blue flog wieder hoch, und schlängelte sich an den Plateaus vorbei. Ihre innere Uhr sagte ihr, dass die Sonne gerade aufgegangen sein musste, sie hatte also noch Zeit.
Sie ließ sich auf einem Plateau nieder um sich etwas auszuruhen und auf die folgende Stunde vorzubereiten...
Sie setzte sich hin und schloss die Augen. Bloß nicht einschlafen, dachte sich Blue, nur ein bisschen ausruhen... Plötzlich war jemand hinter Blue und sagte mit rauer Stimme:

„Wieder allein unterwegs gewesen, was?“ 



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